2009: Auf Anhieb FIA-GT3-Europameister

08.03.2011 von Lars Krone

Christopher Mies krönt seine erste Saison im GT-Sport mit dem EM-Titel.

2009 wechselt Christopher Mies vom 170-PS-Tourenwagen in einen rund dreimal so starken GT3-Sportwagen. Für Phoenix Racing bestreitet er im Audi R8 LMS die FIA-GT3-Europameisterschaft. „Das war schon ein großer Schritt vom kleinen Frontriebler in den Sportwagen mit Heckantrieb“, sagt der Pilot. „Aber ich habe mich schnell auf die neuen Gegebenheiten einstellen können. Ich brauche zum Glück nie sehr lange, um mich an ein anderes Auto oder eine neue Strecke zu gewöhnen.“

Mies gelingt der Sprung  vom nationalen auf das internationale Parkett. Zusammen mit seinem Partner Christopher Haase fährt er bereits beim zweiten Saisonrennen in Silverstone auf den zweiten Rang. Nach zwei Nullern in Adria, folgen nach einem weiteren zweiten Platz beim Heimspiel in Oschersleben zwei Siege in Portimao – Mies/Haase haben sich als Titelkandidaten etabliert.

Beim folgenden Rennwochenende in Paul Ricard gibt es jedoch für die Meisterschaftsambitionen einen herben Rückschlag. Mies rutscht im Samstagsrennen auf einer Ölspur aus und prallt heftig in die Streckenbegrenzung. „Das war mein erster richtig schwerer Unfall überhaupt. Ich war nach dem Crash kurz ohnmächtig und musste zwei Tage im Krankenhaus bleiben. Von dem Unfall weiß ich nichts mehr“, so der Pechvogel.

Beim Saisonfinale in Zolder machen Mies und Hasse mit ihrem dritten Saisonsieg jedoch alles klar und sichern sich den EM-Titel. Mies: „Das Jahr war voller Highlights. Wir hätten nicht erwartet, gleich im ersten Einsatzjahr des Audi R8 LMS den Titel zu gewinnen. Daher hat uns der Erfolg sehr stolz gemacht.“

Neben der FIA-GT3-EM bestreitet Mies 2009 vier Rennwochenenden im ADAC GT Masters. Auf dem Nürburgring und dem EuroSpeedway startet er im Phoenix-Audi, für die letzten vier Läufe auf dem Sachsenring und in Oschersleben verpflichtet ihn Christian Abt als Verstärkung im Titelkampf. Mit zwei vierten Rängen und einem zweiten Platz verhilft er seinem Teamchef erfolgreich zur Meisterschaft.

Ein weiterer Höhepunkt für das Talent aus Heiligenhaus ist der vierte Platz beim Premiereneinsatz im 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring, wo er im Porsche 911 GT3 Cup von Uwe Alzen antritt.

«ZURÜCK