2010: Teamchampion und GT-Vizemeister

08.03.2011 von Lars Krone

Christopher Mies bestreitet 2010 seine erste komplette Saison im ADAC GT Masters.

Nach starken Leistungen als  Gastfahrer im 2009er ADAC GT Masters-Team von ABT Sportsline wird der junge Rheinländer von den Kemptenern für 2010 fest unter Vertrag genommen. Im Quartett der sogenannten „ABT Young Guns“ bildet er zusammen mit Luca Ludwig eine Fahrerpaarung im postgelben Audi R8 LMS.

Das Duo erlebt einen durchwachsenen Saisoneinstand in Oschersleben, fährt aber bereits beim zweiten Wochenende des ADAC GT Masters auf dem Sachsenring eine zweiten Platz und einen Sieg ein – der Angriff auf den Titel ist eingeläutet. Bis zum Finale wahren Mies und Ludwig mit einem weiteren Sieg und drei Podestplätzen ihre Titelambitionen. Beim Showdown teilen sich die beiden Teamkollegen aus taktischen auf die beiden ABT-Audi auf. Während Ludwig im ersten Finalrennen punktlos bleibt, siegt Mies an der Seite von Kuba Giermaziak. Das zweite Rennen kann er nach dem spektakulärsten Dreher des Jahres zwar beenden und als Siebter sogar noch punkten, aber für die Meisterschaft reicht es nicht mehr. Mies wird Vizemeister und darf zusammen mit ABT Sportsline den Titel in der Teamwertung bejubeln. "Uns hat zu Saisonbeginn die unglückliche Einstufung des Audi wichtige Punkte gekostet", so Mies. "Nachdem diese geändert worden war, kamen wir eigentlich immer vor den späteren Meistern ins Ziel. Aber die rund 20 Punkte Rückstand konnten wir nicht aufholen."
 
Neben seinem Engagement im ADAC GT Masters tritt Mies auch auf der Nordschleife an. Bei Testeinsätzen im neuen Audi TT RS gelingen ihm auf Anhieb ein VLN-Klassensieg.  Der  24-Stunden-Klassiker in der Eifel endet hingegen mit einer Enttäuschung: Sein Team muss den ABT-Audi viereinhalb Stunden vor Schluss auf Platz zwei liegend abstellen. "An dem Ausfall musste ich lange knabbern, den wir hatten bis dahin gute Chancen auf den Sieg", so Mies. "Wir haben alles gegeben, wurden aber nicht belohnt."
 
Stark präsentiert sich Mies einmal mehr bei der Deutschen Post Speed Academy: Er belegt in der Jahreswertung der renommierten Talentschmiede, die junge Rennfahrer in wichtigen Belangen abseits der Rennstrecke schult, Platz zwei.

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