2011: Erster Sieg bei einem Langstreckenklassiker

05.12.2011 von Tom Tessmer

In einem intensiven Jahr gewinnt Christopher Mies sein erstes Langstreckenrennen.

Das Motorsportjahr 2011 beginnt für Christopher Mies mit einem Paukenschlag: Beim 12-Stunden-Rennen von Bathurst Mitte Februar gewinnt der Rheinländer gemeinsam mit seinen Audi-Teamkollegen Marc Basseng und Darryl O’Young sein erstes Langstreckenrennen.

Nach dem Sieg beim australischen Langstreckenklassiker startet Mies erneut mit dem Team ABT Sportsline im ADAC GT Masters. Als Vorjahresvizemeister ist die Zielsetzung klar: Meisterschaft. Der Saisonbeginn verläuft vielversprechend. Am Sachsenring übernehmen Mies und sein Teamkollege Luca Ludwig mit einem Sieg und einem dritten Platz sogar die Gesamtführung. Doch die Freude währt nur kurz. Aufgrund von unterschiedlichsten Widrigkeiten – von ungünstigen Streckenvoraussetzungen bis zu Benachteiligungen durchs Reglement – kämpft sich Mies bis zum Saisonende mit wechselhaftem Erfolg in die Punkteränge. Unter dem Strich beendet der 22-Jährige die GT-Masters-Saison als bester Audi-Pilot auf Platz drei.

Ein versöhnliches Saisonfinale erlebt Mies in der VLN, wo er gemeinsam mit Marc Basseng und Michael Ammermüller auf der Nürburgring-Nordschleife ebenfalls in einem Audi R8 LMS einen Sieg holt. Mies dient sogar als Wegbereiter für einen Titel: Im britischen Silverstone hat er maßgeblichen Anteil daran, dass sein belgischer Audi-Teamkollege Greg Franchi die Blancpain Endurance Series 2011 gewinnt.

Nach einer Saison voller Highlights ist es kein Wunder, dass er auch in der renommiertesten Nachwuchsschule ganz vorn dabei ist. Die Deutsche Post Speed Academy, die Motorsport-Talente in wichtigen Belangen abseits der Rennstrecke schult, schließt er als Gesamtzweiter ab.

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