"Down under“ in die neue Saison

02.02.2011 von Lars Krone

02.02.2011 - Während die Formel 1 gerade zaghaft aus dem Winterschlaf erwacht, beginnt für Christopher Mies das neue Motorsportjahr gleich mit einem Höhepunkt: Am kommenden Wochenende (5./6. Februar) bestreitet der 21 Jahre alte Rennfahrer in einem Audi R8 LMS das 12-Stunden-Rennen in Bathurst (Australien).

Bereits am Montagabend kletterte Christopher Mies in das Flugzeug und machte sich auf die Reise ans andere Ende der Welt. Denn so erfahren er auch im Audi R8 LMS ist – die Strecke in Bathurst ist komplettes Neuland für den Youngster aus Heiligenhaus. „Das ist ein einzigartiger und spektakulärer Kurs“, schwärmt Mies. „Ich habe mir im Internet eine ganze Menge Onboard-Videos angeschaut und dabei noch mehr Lust bekommen, dort bald selbst im Cockpit zu sitzen.“

Mies teil sich den Audi Top Service R8 LMS mit der Startnummer 8, der vom Audi race experience Team Joest eingesetzt wird, mit Marc Basseng und dem Hongkong-Chinesen Darryl O’Young. „Wir sind ein gutes Trio und nicht zu unterschätzen“, sagt Mies. Die Ziele für den ersten Renneinsatz in der Saison 2011 hat er entsprechend hoch angesetzt: „So stark die Konkurrenz, nicht zuletzt aus dem eigenen Lager, auch sein mag – wir wollen um den Sieg fahren.“

Auf dem Weg dorthin wartet eine Herausforderung, die zu den größten im internationalen Motorsport zählt: zwölf Stunden auf einer temporären Rennstrecke, die mit ihren Berg-und-Tal-Passagen an die Nordschleife des Nürburgrings erinnert. Entlang der 6,213 Kilometer langen Schleife mit Höhenunterschieden von 170 Metern verlaufen überwiegend Betonmauern, die nicht den kleinsten Fehler verzeihen. „Hoffentlich kann ich meine Erfahrungen aus der Eifel dort nutzen und die hohen Erwartungen erfüllen“, sagt Mies, der 2010 den Vizetitel im ADAC GT Masters feierte und im Jahr zuvor die Meisterschaft in der FIA-GT3-Europameisterschaft geholt hatte – beides im Audi R8 LMS.

Das Wochenende in Bathurst beginnt am Freitag mit zwei freien Trainingssitzungen. Nach den beiden Qualifyings am Samstag startet das Rennen am Sonntagmorgen um 6:15 Uhr (!) Ortszeit und endet nach zwölf Stunden um 18:15 Uhr. Die Zeitverschiebung nach Europa: Australien ist Deutschland zehn Stunden voraus.

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