Platz zwei für Christopher Mies in Kalifornien

15.10.2017 von Andrea Neumeyer

Das Rennwochenende auf dem spektakulären Kurs in der Nähe von Monterey, der für Mies absolutes Neuland war, stand von Anfang an im Zeichen des grün-weißen Audi R8 LMS mit der Startnummer 29. Bereits in den beiden Trainingssitzungen am Freitag gelang dem GT3-Sportwagen zwei Mal die Bestzeit. Am Samstag eroberte Christopher Haase die Pole-Position für den dritten Saisonlauf der Intercontinental GT Challenge. „Die Strecke ist wirklich fantastisch“, so Mies. „Sie macht extrem viel Spaß und die legendäre Kurve Corkscrew zu durchfahren ist ein einmaliges Erlebnis.“

Der Deutsche ging mit dem grün-weißen Audi R8 LMS als Startfahrer in das Rennen und konnte sich gleich deutlich von den Verfolgern absetzen. Dabei gelang Mies mit 1.24,756 Minuten bereits früh die schnellste Rennrunde. Auch seine Teamkollegen behaupten bis in die Schlussphase des 8-Stunden-Rennens die Führung. Beim letzten Boxenstopp übernahm Mies noch einmal das Auto und wurde anschließend von Audi-Markenkollege Robin Frijns angegriffen. Bei einem Überholversuch des Belgiers kam es zu einer Berührung und beide Fahrzeige mussten durchs Kiesbett, Mies blieb jedoch vorn. „Dabei wurde unser Fahrzeug leicht beschädigt und ich verlor an Speed, da ich mit viel Übersteuern zu kämpfen hatte“, so Mies. Dies nutzte Kelvin van der Linde in einem weiteren Audi, der zum Führenden aufschloss. Knapp 20 Minuten vor dem Rennende ging der Südafrikaner am gehandikapten Mies vorbei. „Kelvin zeigte ein tolles Manöver. Ich habe fair mitgespielt und ihm genügend Platz gelassen. Er war danach etwas schneller als ich, obwohl ich alles versucht habe.“

Im Ziel trennten Mies und seine Teamkollegen nur 2,5 Sekunden vom Triumph. „Schade, dass wir den Sieg so knapp verpasst haben. Ich denke, wir hätten den Sieg auch verdient gehabt. Denn unser Auto war über das ganze Wochenende das schnellste. Aber Glückwunsch an meine Audi-Kollegen Pierre Kaffer, Kelvin van der Linde und Markus Winkelhock zum Sieg. Sie haben einen tollen Job gemacht.“

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